
Die Jahre 2010 und 2011 waren keine Jahre des Heils für die katholische Kirche. In Österreich
hat es 1995 angefangen:
Erzbischof Kardinal Groër wurde als spezieller Freund
von Knaben geoutet, musste zurücktreten und strafweise seinen Lebensabend ohne
Knaben mit Nonnen verbringen.
Dann folgten die massenhaften Schadenersatzprozesse
in den USA, wo katholische Diözesen hunderte Millionen Dollar an Schadensgutmachungen
zahlen mussten. In Europa folgte die Aufdeckung der einschlägigen Verbrechen
in Irland, dann kam dieses Kolleg in Berlin und plötzlich brachen die Mauern:
Die
Opfer traten an die Öffentlichkeit. Seither ist man um Schadensbegrenzung bemüht,
gibt sich zerknirscht und beschämt. Gleichzeitig wird geheuchelt wie eh und
je, Zölibat und die absurde katholische Sexualmoral hätten damit nichts zu tun
usw.
Diese Seite fragt den/die Besucher/in, ob er/sie noch Mitglied
sei. Die Frage richtet sich nicht an die katholischen Eiferer oder an Leute,
die tatsächlich ehrlich an die katholischen Götter glauben, sondern an die Kirchenmitglieder,
die ohnehin nicht (mehr) mit der katholischen Glaubensgemeinschaft verbunden
sind.
Warum sollten Sie diesem Heuchlerverein ihr gutes Geld opfern?
Treten Sie aus!
Im Jahre 2011 gingen die Kirchenaustritte zwar deutlich zurück,
aber sie blieben mit 58.603 auf hohem Niveau: die zweitmeisten Austritte seit
1945!
Die katholische Kirche hat in Österreich nach eigenen Angaben 5,4 Millionen Mitglieder. 2009 sind 53.216 ausgetreten, um 12.562 mehr als 2008, 2010 87.393, um 34.154 mehr als 2009, der Rückgang 2011 betrug nur 28.790, 58.603 sind eine schöne Zahl! Nur weiter so!
Hier eine (unvollständige) Auflistung der Kirchenaustritte
seit 1945
Von den Millionen zahlenden Kirchenmitgliedern sind vielleicht 10 bis 20 Prozent
irgendwo zwischen sehr bis moderat gläubig.
Der Rest kümmert sich praktisch nicht um die Religion, geht nicht zur Sonntagsmesse, beichtet
nicht, betet
nicht, lebt eine Art praktischen Atheismus vielleicht noch mit einem kleinen
Gott für etwaige Notfälle in der Hinterhand.
Die katholischen Geschehnisse im
Jahre 2010 sind auch weiterhin ein guter Anlass, über die Mitgliedschaft in der katholischen
Kirche ganz allgemein nachzudenken! Außerdem hat sogar Kardinal Schönborn
anlässlich der Präsentierung der Austrittszahlen von 2010 von den "Zeichen der neuen Freiheit"
in der Entwicklung zum
"Entscheidungschristentum" gesprochen. Wer bleibt, ist ein "Entscheidungschrist",
wer geht ist konfessionsfrei. Entscheidet Euch für die Konfessionsfreiheit.
Im "apostolischen Glaubensbekenntnis"
ist die Substanz des christlichen Glaubens so zusammengefasst:
"Ich
glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels
und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern
Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau
Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und
begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage
auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt
zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen
Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen."
Jede/r kann nachchecken: was davon
glaubt man wirklich? Bei vielen Menschen wird der "Pontius Pilatus"
übrig bleiben, der Rest des oben angeführten Glaubensbekenntnisses
als eher unglaublich einzustufen sein.
Aber man/frau ist vielleicht
trotzdem Kirchenmitglied ...
In Österreich sind
um die zwei Millionen Menschen konfessionslos.
Das sollte
auch Nichtkonfessionslose zur Überlegung einladen:
Glaub ich die Dinge, die das Glaubensbekenntnis vorschreibt? Brauch
ich die Kirche? Wofür zahl ich eigentlich jedes Jahr die Kirchensteuer? Weil
mir Jesus hilft? Weil ich dann in den Himmel komm? Weil ich dieselben Ansichten wie Ratzinger und Schönborn habe?
Oder weil ich als wehrloses Kind
getauft und dadurch ungefragt zum Kirchenmitglied wurde?
Im letzteren Fall:
Auf zur Bezirkshauptmannschaft,
zum Magistrat, zum magistratischen Bezirksamt, Taufschein oder letzten Kirchensteuerzahlschein
mitnehmen, den Austritt erklären, konfessionslos werden, Geld sparen und sich darüber freuen,
dass die neue Konfessionslosigkeit zum bereits vorhandenen Nichtglauben passt!
Dazu: Austrittstipps
PS: Evangelische u.a. müssen sich von der obigen Spezialisierung auf die katholische
Kirche nicht diskriminiert fühlen! Ohne Kinderschänder gilt sinngemäß für sie dasselbe.